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Ultimatum der Gewerkschaft

Görlitzer Schienenfahrzeugbauer wollen Klarheit von Bombardier

Ein Arbeiter schweißt am 18.08.2014 in der Bombardier Transportation GmbH Schienenfahrzeuge Werk in Görlitz (Sachsen). FOTO: Arno Burgi / dpa

Görlitz. Auch nach der Verabschiedung eines Zukunftspapiers für die deutschen Bombardier-Standorte bis 2020 brodelt es im Werk Görlitz. Gewerkschaft und Betriebsrat wollen wissen, was danach passiert.

Ultimatum für Bombardier: Jan Otto, IG Metall-Chef in Ostsachsen, drängt auf den schnellen Verhandlungsbeginn zur Zukunft des Werks Görlitz nach 2020. „Der Termin für unserer erstes Gesprächsangebot an den Deutschland-Chef Fohrer ist verstrichen, obwohl wir im Juni eine klare Zusage für ein solches Treffen erhalten haben“, sagte der Gewerkschafter der Deutschen Presse-Agentur. In dem Abkommen soll es um die Sicherung des Stammpersonals, die Rückkehr der produktbegleitenden Konstruktion in Görlitz sowie die Zusicherung weiterer Investitionen in den Standort an der Neiße gehen.

„Wir müssen frühzeitig die Weichen stellen, damit das traditionsreiche Werk auch nach 2020 existiert“, sagte Otto. Beim Erhalt des Standorts am östlichen Rand Deutschlands sieht er den kanadischen Konzern in besonderer Verantwortung. „Wir haben in Görlitz schon jetzt mit zwölf Prozent eine vergleichsweise hohe Arbeitslosenquote. Was passiert mit dieser Region, wenn da noch mehr dazu kommen?“

Die Wirtschaft dürfe sich nicht entziehen, vor allem nicht mit Blick auf das Bundeswahlergebnis. Im Wahlkreis Görlitz mit den bundesweit ältesten Wählern, dem niedrigsten verfügbaren Bruttoeinkommen und der höchsten Arbeitslosigkeit in ganz Deutschland holte die AfD in manchen Orten mehr als 40 Prozent der Wählerstimmen.

(dpa/bob)
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