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Redebedarf besteht auch zu den Details für die Ende September unterschriebene Gesamtbetriebsvereinbarung. Darin wurde festgeschrieben, zeitnah einen Sozialplan und ein Freiwilligenprogramm zu verabschieden. Innerhalb dieses Rahmens sollen ausgewählte Beschäftigte ihr Arbeitsverhältnis auf freiwilliger Basis und zu angemessenen Konditionen auflösen können. Geplant ist, dass das kanadische Unternehmen bundesweit in den nächsten drei Jahren bis zu 2200 seiner 8500 Arbeitsplätze ohne betriebsbedingte Kündigungen abbaut, um in Deutschland wieder profitabel zu werden.

Die Gesamtbetriebsvereinbarung ist bis Ende 2020 gültig. Bis zum 30. November sollen diese Gespräche beendet sein. „Die Personalanpassungen können wir hoffentlich sozialverträglich gestalten“, sagte der Betriebsratsvorsitzende René Straube. Trotz der bevorstehenden Veränderungen sei die Stimmung im Werk unglaublich. „Wir machen unsere Arbeit gut.“ Die derzeit 2300 Beschäftigten – darunter sind mehr als 1000 Leiharbeiter vor allem aus Osteuropa - arbeiten derzeit am Doppelstockwagen-Auftrag für die Deutsche Bahn sowie an Doppelstockwagen für Israel Railways.

Für den Standort Görlitz sieht die Neuausrichtung des Unternehmens eine Spezialisierung auf den Rohbau vor. Über die aktuellen Entwicklungen wollen IG Metall und Betriebsrat die Beschäftigten bei einer Betriebsversammlung Ende November informieren. Straube hofft, dass sich die Geschäftsleitung vorher rührt. „Man muss nämlich wenigstens mit den Leuten reden“, sagte er. Ansonsten könnte sich die Veranstaltung auch etwas länger hinziehen. Dieser Warnung sollte auch Berlin verstehen.

(dpa/bob)
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