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Strukturwandel

Prüfen, bewerten und weiterverwalten

Kühne Vision: Sachsen Ministerpräsident hatte die Idee einer ICE-Strecke von Berlin über Cottbus und Weißwasser bis nach Prag auf den Tisch gebracht. Bisher denkt in Berlin offiziell keiner mehr über einen Streckenausbau nach. Motage: lr-creativ/Lehmann FOTO: Christian Köhler/Jan Woitas/Mon / Christian Köhler/Jan Woitas/Mont

Dresden/Berlin. Bei der Umsetzung der Vorschläge der Kohlekommission regiert das kleinliche Regime der Berliner Verwaltungsbürokratie. Nach mutigen neuen Wegen sieht es bisher nicht aus. Das ist das Ergebnis einer Anfrage der sächsischen Grünen im Bundestag zu den insgesamt 50 Infrastrukturprojekten, die die Kommission für den Freistaat angeregt hat.

Viel Natur und viel Beschaulichkeit. Die Oberlausitz besticht mit vielen Reizen. Deutlich unterentwickelt aber ist die Verkehrsinfrastruktur. Seit Jahrzehnten kämpfen Unternehmen und Wirtschaftsverbände zwischen Görlitz, Zittau, Bautzen, Hoyerswerda und Weißwasser darum, dass sich das durchgreifend ändert. Einziger Lichtblick der vergangenen zwei Jahrzehnte war die Autobahn A 4, die zwischen Dresden und Görlitz inzwischen zweistreifig je Fahrtrichtung ausgebaut worden ist.

Kaum etwas verbessert hat sich in den zurückliegenden zwei Jahrzehnten aber bei den Schienentrassen, die den südöstlichsten Zipfel Deutschland mit der großen, weiten Welt verbinden. Nach wie vor zuckeln dieselgetriebene Züge im gemächlichen Tempo durch die Oberlausitz. Und bisher hat kein Bundesverkehrsminister ernsthafte Anstalten unternommen, daran durchgreifend etwas zu verändern.

Der Blick auf solch ungewollte Nostalgie hatte auch die Mitglieder der Kommission Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (Kohlekommission) einigermaßen ernüchtert. Und deshalb haben sie in ihren Abschlussbericht an die 50 vordringliche Projekte zum Ausbau der Infrastruktur im Lausitzer und Mitteldeutschen Braunkohlerevier geschrieben.

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