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Weißwasser

Barrierefreiheit ist großes Thema

Rollstuhlfahrer werden oftmals noch vor Geschäften ausgebremst. FOTO: Uwe Menschner / Menschner Uwe

Weisswasser. Gute Beispiele für hindernisfreie Fahrt für Rollis gibt es bereits im öffentlichen Leben. Einzelhändler suchen nach machbaren Möglichkeiten.

Wer gehandicapt  und auf den Rollstuhl angewiesen ist, hat es nicht immer leicht. Vor allem beim Shopping werden die Rollis oft noch ausgebremst. Die großen Märkte wie Kaufland oder Edeka in Weißwasser machen es vor. Hier sei die Barrierefreiheit fast 1:1 realisiert. „Auf alle Fälle trifft es das Wort seniorenfreundlich.“ Das schätzt Frank Schwarzkopf ein, aus dessen Feder das erste Einzelhandelskonzept stammt. Als der Boulevard saniert und der Schlängeweg angelegt wurde, hätte der ein Gefälle laut Din-Norm von sechs Prozent haben müssen, um barrierefrei zu sein. Das funktionierte baulich nicht, er hat neun Prozent Gefälle. „Somit ist er barrierearm. Für einige ist die Auffahrt schwer, für viele aber funktioniert es, und sie erreichen die Geschäfte auf den einzelnen Ebenen.“

Eine gute Lösung wurde an der Saschowawiese gefunden. Von der oberen Ebene erreichen Rolli-Fahrer, Senioren und auch Familien mit Kinderwagen das Einkaufszentrum per Fahrstuhl. Alle anderen können die Treppe nutzen. Auf Anraten der Behindertenbeauftragten der Stadt Weißwasser war der Bereich mit einem Sicherheitsgeländer neben dem Fahrstuhl noch nachgerüstet worden.

Wenn die Kommune mit Fördergeldern Bauvorhaben realisiert, so Schwarzkopf, sei Barrierefreiheit heutzutage ein Erfordernis. Bei Privat sei das nicht der Fall. „Der Einzelhändler trägt allein die Verantwortung.“

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