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Bekenntnis zur Kohle

Bekenntnis zur Kohle

Zum Strukturwandel

1937 wurde ich in Welzow geboren, zog zwar 1964 nach Cottbus, fühle mich doch noch immer mit meiner Heimatstadt verbunden, insbesondere als der „Kohlestreit“ eskaliert! Seit Generationen – Urgroßeltern, Großeltern, Eltern, Verwandte – alle waren in der „Kohle“ beschäftigt. Mein Vater hatte noch elf Geschwister – war Berg- und Bahnamtlicher Lokführer und fiel leider 1944, doch all seine Brüder, Neffen usw. waren Kohlekumpel – bis auf einen Arzt, einen Tierarzt, einen Lehrer. Vor einigen Jahren, noch vor der Wende, fiel der Heimatort meines Vaters nahe Welzow dem Bergbau zum Opfer. Meine Cousine mit Mann hatte das Großelternhaus modernisiert – es fiel mit. Meinen Verwandten fiel es nicht leicht, die Heimat aufzugeben, doch alle waren Bergbauangestellte: Fazit: Arbeit ist der Grundstock des Lebens!! Zwischenzeitlich haben sie sich am Rand einer anderen Stadt gut in neuen Eigenheimen eingelebt!

Deshalb habe ich Unverständnis für Frau Wodtke, die nicht mal Welzowerin ist und laut eigener Entwicklung nie im Bergbau tätig war. Ihre Aussage über den Zusammenhang von Bergbau und krebskranken Kindern kann ich nicht bestätigen. In meiner Familie gab es über vier Generationen Bergbau mit enorm vielem Nachwuchs keinen einzigen Krebsfall! Sie sollte als Spätzugezogene die Probleme drohender Arbeitslosigkeit und damit sozialer Missstände wahrnehmen und nicht „Öl ins Feuer“ gießen. Wäre ich nicht schon 82 Jahre alt, würde ich gern in meine Heimatstadt zurück, stünde aber nicht auf der Seite der zugezogenen Frau Wodtke!

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