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Blühstreifen und die Landwirtschaft

Ein Ausweg wäre Ökolandwirtschaft

Verordnete Blühstreifen

Der Bauernverband malt sich die Welt, wie es der Agrarindustrie gefällt! Nachdem im Interesse möglichst hoher Erträge auch in Elbe-Elster jeder Randstreifen umgeackert und jede Mohn- und Kornblume mit Pestiziden bekämpft wurde, gibt der Verband jetzt den Wolf im Schafspelz: Rückgang der Insekten um 75 Prozent? Haben wir nichts mit zu tun. Aussterben der Singvögel? Keine Ahnung…! Wir machen ja Blühstreifen.

Da will uns der Bauernverband für dumm verkaufen. Die EU steuert gegen die Verödung der Landschaft und hat ein sogenanntes Greening, auch Agrarumweltmaßnahmen genannt, eingeführt. Damit werden die Landwirte zur Ansaat der Blühstreifen gezwungen. Sonst gibt es Abzüge bei den Agrarfördermitteln. Also ohne Zwang gäbe es keinen einzigen Blühstreifen! Und jetzt wollen die Agrarindustriellen die Bevölkerung in Geiselhaft nehmen und ihre Agrarumweltmaßnahmen finanzieren lassen. Das ist ein Hohn. Hoffentlich fällt keiner auf dieses plumpe Manöver herein.

Die Wahrheit ist: ein Ausweg wäre Ökolandwirtschaft. Dass Öko tatsächlich den Unterschied macht, wurde aktuell durch das Forschungsprojekt Provida nachgewiesen. Der Unkrautdruck im Feldbau wird durch vielfältige Fruchtfolge und mechanische Maßnahmen minimiert, nicht mit Chemie. Die Vielfalt nimmt zu. (...)

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