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Cottbus

Kein Ausweg in Sicht

Die Brache im Stadtzentrum ist ein Schandfleck FOTO: Alfred Linge

Cottbus. Zur Brache im Stadtzentrum schreibt Alfred Linge aus Cottbus

Aktuell bemüht man sich im Stadtparlament wieder mal um eine Lösung des Problems mit der Brache im Zentrum der Stadt. Ich denke, bereits als die damaligen Entscheidungsträger der Stadtverwaltung das Grundstück verkauft haben, wurde der Ausweg aus der Situation, die sich in den Jahren danach entwickelt hat, verschlossen. Das war ein erheblicher, aber vermeidbarer Fehler. Man hatte noch keine Vorstellungen, was und wie man bauen wollte. Es war zu erwarten, dass es zu schwer lösbaren Meinungsverschiedenheiten kommen kann.

Das Geld spielte, und spielt noch, auf beiden Seiten, der des Investors und der Stadtverwaltung, die Hauptrolle. Man hätte damit rechnen müssen, dass man nicht zeitnah nach dem Verkauf des Grundstücks bauen kann, und es erst mal nach dem Rückbau der desolaten Gebäude eine Brache geben wird. In den Kaufvertrag, oder einen Zusatzvertrag, hätte man die Pflicht zur Pflege der Brache durch den Eigentümer aufnehmen müssen. Außer einer schon wiederholt geänderten Einzäunung ist nichts passiert. Die Fläche ist zu einem großen Teil mit Müll verunreinigt (Foto). Der Eigentümer sollte sich dafür schämen.

Eigentlich ist eine Brache eine zeitweilig nicht bewirtschaftete Fläche, aber hier liegt diese nicht irgendwo außerhalb der Stadt, sondern mitten im Zentrum. Die Stadtverordneten sollten auf dem Rechtsweg eine Lösung suchen, den Eigentümer des Grundstücks zu verpflichten, wenigstens bis zu einem Baubeginn ständig für eine zumutbare Ordnung und Sauberkeit auf dem Grundstück zu sorgen. Auch wenn es als Privatgrundstück eingezäunt ist und somit kein öffentlicher Raum, für den die Stadt selbst zuständig wäre, kann man es aber so, wie es für alle durch den Maschendraht des Zaunes sichtbar ist, zumindest sinngemäß als öffentlich bezeichnen. Solchen Schandfleck muss die Stadt nicht dulden und konsequent dagegen vorgehen!

(Alfred Linge)
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