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Lesermeinung zur Energiewende in der Stromerzeugung

Die Lösung liegt auf dem Tisch

Grüne Idee treibt Strompreis weiter in die Höhe

Aus heutiger Sicht werden die Klimaschutzziele für 2020 durch Deutschland nicht eingehalten. Die Ursachen sind vielschichtig. Die Kohleindustrie hat seit 1990 den größten Anteil hinsichtlich der Einsparungen von NOx und CO2 erbracht. Weitere Einsparungen an CO2 wurden durch politische Entscheidungen leider verhindert, indem die Entscheidung zur CO2-Abspaltung und unterirdische Verbringung auf die Länderebene delegiert wurde, trotzdem die Energiewende ein bundesdeutsches Problem ist. Ein kapitaler Fehler der Bundespolitik. Des Weiteren kann aus heutiger Sicht eingeschätzt werden, dass für die Zeit der sogenannten Dunkelflaute auf absehbare Zeit, mindestens bis 2030, keine praktikablen Energiespeicher zur Verfügung stehen, um die erforderliche Grundlast und Netzstabilität zu sichern. Siehe auch Aussagen von Professor Schwarz von der BTU Cottbus/Senftenberg, der auf diesem Gebiet maßgeblich wissenschaftlich aktiv ist.

Die grüne Idee, die Dunkelflaute mit neu zu bauende Gaskraftwerken abzusichern, ist äußerst unwirtschaftlich und treibt den Strompreis weiter in die Höhe, denn Deutschland hat jetzt schon mit die höchsten Strompreise und wird international noch unwirtschaftlicher. Des Weiteren sind Gaskraftwerke mit Berücksichtigung der Gasgewinnung und des Gastransportes fast genau so umweltschädlich wie Braunkohlekraftwerke. Deshalb brauchen wir die CO2-Abscheidung zur Einhaltung der Klimaschutzziele und um Zeit zu gewinnen für die Umsetzung der mit Recht geforderten Strukturentwicklung, die mindestens ein Jahrzehnt braucht.

Die Entscheidung der CO2-Abschiebung und unterirdischen Verbringung ist von der Länderebene auf die Bundesebene zu heben. Die Bundesregierung muss entscheiden, dass die großtechnisch erfolgreich erprobte CO2-Abscheidung und unterirdische Verbringung auf Land oder Meeresboden zeitlich solange zur Anwendung kommt, bis praktikable Energiespeicher zur Verfügung stehen. Die vorhandenen Untergrundspeicher reichen mindestens bis 2050/60. Außerdem hat Norwegen genügend Untergrundspeicher angeboten. Einige Länder betreiben schon CO2-freie Kohlekraftwerke, wie z.B. Indien.

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