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Leserbrief

Klare Mehrheit für Seerosenteich

Zur Diskussion um die Mitte der Stadt Forst:

Seit Monaten verfolge ich die Diskusionen rund um die Stadtkirche. Seerosenteich – ja oder nein. Aus meiner Sicht ein klares Nein. Seit knapp 20 Jahren betreue ich die Wasserkraftanlage in der Stadtmühle. Ich gehe davon aus, dass das Wasser für den Seerosenteich aus dem Mühlgraben entnommen werden soll. Hat sich schon jemals ein Verantwortlicher Gedanken über die Wasserqualität des Mühlgrabens gemacht? Wohl nicht. Seerosen brauchen eine hohe gleichmäßige Wasserqualität. Ob diese in diesem Fall gegeben ist, bezweifle ich. (...) Die Neiße entspringt im Gebirge, der Mühlgraben wird aus der Neiße eingeleitet. >" src="/js/tiny_mce/plugins/irnotes/img/note.png">Die unterschiedlichen Wetterlagen im Gebirge verfärben das Wasser des Mühlgrabens in unregelmäßigen Abständen. Mal braun, mal grau und manchmal mit viel Schlamm. Also nichts mit Blauer Lagune- wie ein Auf steller vor einiger Zeit gezeigt hat. Besonders schlimm ist es in diesem Jahr. Aufgrund der großen Hitze, der Trockenheit und der dadurch geringen Fließgeschwindigkeit gibt es oft einen leicht fauligen Geruch. Ganz zu schweigen von den vielen Gartenabfällen, die an der Wasserkraftanlage ankommen. Der Vorbesitzer der Stadtmühle, Herr Oppermann, hat am Ufer des Mühlgrabens Seerosen angepflanzt, es ist nichts geworden. Mehr noch. Auf Grund der Agressivität des Wassers musste er nach wenigen Jahren seine Einbauten im Graben auf nicht rostendes Metall umbauen. Also nicht geeignet für Seerosen. Ich persönlich bin deshalb für den Vorschlag von Herrn Paeschke und erweitere den Vorschlag: Warum nicht einen kleinen begehbaren Graben durch den Geschichtspark führen, mit einer kleinen Holzbrücke als Auflockerung. Wenn Frau Korittke der Vorschlag zu teuer ist, dann unbedingt die Variante von Herrn Dr. Jaehn ins Auge fassen.

Im Übrigen hat eine Mehrheit der Bevölkerung von Forst einen Seerosenteich abgelehnt. Aber was interessiert schon deren Meinung, wenn’s ums Geld geht. Kein Wunder, wenn sich immer mehr Bürgerinnen und Bürger anderen Altanativen zuwenden.

Volker Halama
Forst

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