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Leserbriefe

Wo bleibt hier die Gleichbehandlung?

Spree-Neiße. Zu den Kosten für die Einführung der Biotonne

Zitat aus diesem Artikel: Diese Linie vertritt auch Susanne Neuer. „Den Recyclinghof nutzt nicht jeder Bürger, deshalb wollen wir auch nicht alle mit den Entsorgungskosten belasten“, sagt sie.

Vollkommen richtig: Den Recyclinghof zur Entsorgung von Grün- und Gartenabfällen nutzen nicht alle Bürger. Die Biotonne nutzen aber auch nicht alle Bürger, und trotzdem werden alle Bewohner zur Kasse gebeten, ob sie diese Tonne nutzen oder nicht! Wo bleibt hier die Gleichbehandlung? Nur einzelne Bewohner unserer Straße, die ihre Biotonne nicht abgemeldet haben, stellen sporadisch diese Tonne zur Abholung vor die Tür. Der wesentlich größere Teil kompostiert seine Bioabfälle auf dem eigenen Grundstück, und das schon seit Jahrzehnten. Von Frühjahr bis Herbst, wenn der Anfall an Biomasse sehr hoch ist, wird natürlich der Recyclinghof genutzt werden müssen, dafür wird auch eine Gebühr erhoben. Dass diese sich im Verlauf von zwei Jahren verdoppelt hat, ist wiederum eine andere Sache. Eine Anhebung der Gebühren von drei Euro auf vier Euro von 2017 zu 2018 ist noch nachvollziehbar, eine Verdoppelung im Zeitraum von 2017 bis 2019 ist nicht akzeptabel. (....)

 Wenn ich die Biotonne nicht nutze, dann möchte ich auch nicht dafür zahlen. Hier gilt das gleiche Prinzip wie für die „Seniorin im Neubaublock“ in Ihrem Kommentar. Ich bezahle meine Gebühren für die Grünabfälle auf der Deponie, und das schon seit vielen Jahren. Und ich werde sie auch weiterhin zahlen müssen, unabhängig davon, wie hoch die festgesetzten Gebühren auch sein werden. Ich werde meine Gartenabfälle nicht an irgendeiner Stelle im Wald oder auf dem Weg zur Deponie verklappen, wie es jetzt ganz sicher einige Umweltsünder mehr tun werden als bisher.

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