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Rechtsstreit endet im Vergleich

Von Hagens-Museum darf in Berlin bleiben

Plastinator Gunther von Hagens steht 2017 am anlässlich einer Pressekonferenz im Menschen Museum vor in Goldfolie gewickelten Plastinaten.FOTO: dpa / Bernd von Jutrczenka

Berlin/Guben. Präparierte Leichen in einem Museum waren dem Berliner Bezirk Mitte seit Jahren ein Dorn im Auge. Vehement kämpfte die Behörde vor Gericht gegen die Schau des Präparators Gunther von Hagens. Jetzt ist der Streit beigelegt. Das Museum darf bleiben.

Der jahrelange Rechtsstreit zwischen dem Menschen-Museum von Leichenplastinator Gunther von Hagens und dem Bezirksamt Berlin-Mitte ist beendet. „Das Museum kann weiter bestehen bleiben“, sagte Rurik von Hagens am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Am vergangenen Freitag sei ein Vergleich zwischen beiden Parteien geschlossen worden, berichtete der Sohn des Plastinators. Ein Sprecher des Oberverwaltungsgerichts bestätigte das Ende des Verfahrens. Von Hagens zeigte sich erleichtert darüber, dass das Museum jetzt endlich wieder Planungssicherheit habe.

Mittes Sozialsenator Ephraim Gothe (SPD) sprach von einem „großen Erfolg des Bezirkes Mitte zur Wahrung der postmortalen Menschenwürde“. Denn nun gebe es ein vernünftiges Verfahren für das künftige Ausstellen einzelner Plastinate.

Das Museum hat sich mit dem Bezirk unter anderem darauf geeinigt, neue Plastinate künftig zwei Wochen vorab anzukündigen, damit das Bezirksamt die Korrektheit der Leichenherkunft überprüfen kann. „Damit hat das Bezirksamt Mitte endgültig sein Ziel erreicht, dass Plastinate ohne vorherigen Nachweis einer individuell zuzuordnenden Einwilligungserklärung nicht ausgestellt werden dürfen“, betonte Stadtrat Gothe.

(dpa/bob)
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