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Abitur steht an – immer mehr fallen durch

Wenn die erste große Prüfung mit einer Enttäuschung endet

Der Stress beginnt, Abiprüfungen stehen an. Experten kritisieren, dass schlechte Leistungen vorm Abitur zu einfach ausgeglichen werden können – in der Prüfung nicht mehr. Bei den Notendurchschnitten aller Abiturienten schneiden Brandenburg mit 2,27 und Sachsen mit 2,28 hinter Thüringen mit 2,18 bestens ab.FOTO: dpa / Bernd Wüstneck

Cottbus. Knapp die Hälfte eines Jahrgangs strebt heute die Hochschulreife an – doch immer mehr Jugendliche scheitern daran. Zuletzt fielen bundesweit 3,78 Prozent durchs Abitur.

Es ist die erste große Prüfung im Leben eines Jugendlichen – und sie endet mitunter mit einer handfesten Enttäuschung. Bundesweit rasseln immer mehr Schüler durchs Abitur, zuletzt scheiterte etwa einer von 26 Prüflingen. Zugleich aber wird auch immer häufiger die Note 1,0 vergeben. Fast jeder vierte Abiturient hatte 2017 eine 1 vor dem Komma. Daher wird Udo Beckmann, der Vorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung, auch nicht müde zu betonen: Die sich weiter öffnende Schere verdeutliche einmal mehr die Abhängigkeit des Bildungserfolgs vom Elternhaus der Kinder.

Brandenburg und Sachsen laufen bei nicht bestandenen Abi­tur-Prüfungen erfreulicherweise gegen den Trend: Brandenburg hat sich von einer Durchfaller-Quote von 5,7 Prozent auf 4,1 Prozent vorgearbeitet, Sachsen von 4,9 auf 3,1 Prozent. Die Anzahl der 1,0er-Abiturienten hat sich hingegen gemäß dem Bundestrend verdreifacht und verdoppelt.

Abiturnoten und Durchfaller-Quote FOTO: LR / Lehmann/lr
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