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Branche will attraktiver werden

Brandenburgs Gastronomen fehlen Mitarbeiter

Sitzmöbel sind vor einem Restaurant aufgestapelt am 01.07.2013 bei Caputh (Brandenburg). Brandenburgs Gastgewerbe wächst seit Jahren - und damit der Personalbedarf, der nicht überall zu decken ist.FOTO: dpa / Ralf Hirschberger

Potsdam . Die Gastronomie in Brandenburg ist eine Wachstumsbranche, Personal oft Goldstaub. Unter anderem schrecken Wochenend- und Feiertagsarbeit ab. Neue Anreize sollen die Arbeit attraktiver machen.

Brandenburgs Gastgewerbe wächst seit Jahren - und damit der Personalbedarf, der nicht überall zu decken ist, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. «Die Branche legt pro Jahr um rund sieben Prozent zu», sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga), Olaf Lücke. Es gebe Neugründungen und Betriebserweiterungen, die Zahl der Beschäftigten liege bei rund 30 000. Dank guter Infrastruktur und Tourismusangebote steige die Zahl der Gäste im Jahr kontinuierlich an und habe zuletzt die Zwölf-Millionen-Marke geknackt.

Der Bundesagentur für Arbeit seien im August 3856 neue Stellen gemeldet worden, berichtete der Sprecher der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg, Dennis Hoffmann. «Das ist ein Plus von knapp vier Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.» Allerdings habe es gegenüber August 2016 durchschnittlich zehn Tage länger gedauert, eine Stelle wieder zu besetzen: 99 Tage. Insgesamt habe es im August 1251 offenen Stellen im Gastgewerbe gegeben, fast neun Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Von einem Fachkräftemangel will Hoffmann trotzdem nicht sprechen. «Die steigende Vakanz deutet aber darauf hin, dass es in dieser Branche schwierig ist, freie Stellen schnell zu besetzen.» Dabei spielten Rahmenbedingungen wie Wochenendarbeit und Verdienstmöglichkeiten eine große Rolle.

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