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Waldumbau

Die Chance auf einen neuen Wald

Vitale Mischwälder als Ziel: Brandenburg sollte den Waldumbau konsequent fortsetzen, sagt Naturschutzwissenschaftler Pierre Ibisch. FOTO: Nicolas Armer

Eberswalde. Meterhohe Flammen, tagelang glimmende Glutnester: Brände setzen seit Wochen dem Brandenburger Wald zu. Ist ortsweise die grüne Lunge, der wichtige Raum für Fauna und Flora, damit verloren?

Auch nach einem verheerenden Brand wie in den vergangenen Tagen in Brandenburg muss der betroffene Wald nicht komplett abgeschrieben werden. „Grundsätzlich kann er sich über natürliche Entwicklungen wieder erholen“, sagte der Naturschutzwissenschaftler Pierre Ibisch von der Eberswalder Hochschule für nachhaltige Entwicklung. Je nach Schädigung dauere es aber Jahrzehnte, bis wieder ein produktiver Wald entstanden sei. Auf den verbrannten Flächen bestehe nun die Chance für einen ökologischen Waldumbau, und die müsse genutzt werden, betonte er. Dafür sei es wichtig, nicht mit Aktionismus vorzugehen, sondern mit Bedacht.

Brandenburg verfügt über 1,1 Millionen Hektar Wald. 70 Prozent des Baumbestandes sind Kiefern, die besonders anfällig für Brände sind. Seit vielen Jahren wird im Land der Waldumbau forciert: weg von reinen Kiefernwäldern, hin zu Mischwäldern mit vielen Laubbäumen. Das nehme Jahrzehnte in Anspruch, aber es sei auch nicht überall beherzt genug angegangen worden, sagte Ibisch. 84 000 Hektar sind nach Angaben des Brandenburger Forstministeriums bislang umgepflanzt worden.

Es hänge von vielen Faktoren ab, wie sich der Wald nach einem Brand entwickele. „Wie stark hat das Feuer gewütet und wie sind die örtlichen Bedingungen“, sagte Ibisch. Wenn das Feuer nur das Unterholz vernichtet habe, könne sich der Wald schneller erholen.

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