ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
Auch Fälle in Brandenburg

Gefahr durch aggressive Autoschieber auf den Autobahnen

Immer wieder hat es die Polizei mit aggressiven Autoschiebern zu tun, die ihre Grenzen nicht kennen. FOTO: Fotolia

Cottbus/Prag. Sie werden für 1000 Euro angeheuert, dröhnen sich zu und brettern dann in gestohlenen Autos Richtung Osten. Kuriere der Auto-Klau-Mafia werden schnell zur Gefahr – nicht nur auf deutschen Autobahnen.

Freitagnachmittag an der deutsch-polnische Grenze. Zollbeamte wollen bei Forst einen verdächtigen Transporter kontrollieren. Der Fahrer gibt Gas und versucht zu entkommen. Zwischen Bahren und Zelz endet die rasante Flucht jäh in einer Rechtskurve. Der Fahrer verliert die Kontrolle und rast geradeaus in den Wald. Feuerwehrleute müssen den Mann aus dem Wrack befreien, ein Rettungshubschrauber bringt ihn schwer verletzt ins CTK. Im Transporter entdecken die Beamten ein Quad, das bereits in Berlin als gestohlen in Fahndung stand sowie ein E-Bike. Zudem finden sie im Fahrzeug betäubungsmittelverdächtige Substanzen. Die Drogen, vermutlich Cannabis und Amphetamine, werden sichergestellt. Die Ermittlungen laufen.

Kein Einzelfall. Anfang vergangener Woche entdecken Bundespolizisten au der A15 einen gestohlenen Wagen. Als sie das Fahrzeug kontrollieren wollen, überholt der Fahrer und jagt Richtung Polen davon. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd soll der Fahrer unter anderem einen Lkw abgedrängt haben. Bei Roggosen verlässt der Fahrer dann die Autobahn und flüchtet mit großer Geschwindigkeit weiter Richtung Polen. Eine weitere Streife der Bundespolizei muss nach Angaben der Pressestelle in letzter Sekunde ausweichen, um eine Kollision zu verhindern. Das Polizeiauto landet im Straßengraben. Der Dieb setzt seine Fahrt fort und wird in Polen von der dortigen Polizei verfolgt.

Für die Polizei in der Lausitz sind solche Einsätze Alltag. „Wir haben es immer wieder mit Autokurieren zu tun. Viele von ihnen unter Drogeneinfluss“, bestätigt Polizeisprecherin Ines Filohn in Cottbus. Mit Amphetaminen im Blut reagieren die Fahrer oft unberechenbar, können Gefahren für sich und andere kaum einschätzen.

(mit dpa)
top