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Brandenburgs Teichwirte warten auf höhere Entschädigung

Der Kormoran frisst, Zahlungen stocken

ARCHIV - Ein Kormoran sitzt am 10.09.2014 vor Meersburg (Baden-Württemberg) auf einem rostigen Pfeiler. (zu dpa: «Kormorane» vom 18.03.2017) Foto: Felix Kästle/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++ | Verwendung weltweit FOTO: picture alliance / Felix Kästle/ / Felix Kästle

Potsdam. Die Richtlinie zum Ausgleich von Kormoranschäden ist noch immer nicht durch das EU-Verfahren gekommen.

Im September 2018 konnten Brandenburgs Teichwirte erst einmal aufatmen. Das Potsdamer Landwirtschaftsministerium erließ eine Richtlinie zum Ausgleich von Schäden durch geschützte Arten, etwa den Biber und den Kormoran. Teichwirten, denen die gierigen Vögel die Fische wegfraßen, können in drei Kalenderjahren Schäden von bis zu 30 000 Euro durch staatliche Förderung bis zu 80 Prozent ausgeglichen werden.

Für viele Brandenburger Teichwirte reicht das freilich nicht. Denn die Vögel fressen weiter Fische. Doch die Europäische Union erlaubt maximal eine Zahlung staatlicher Zuschüsse von 30 000 Euro innerhalb von drei aufeinanderfolgenden Wirtschaftsjahren. Alles, was darüber liegt, gilt als Eingriff in den Wettbewerb und muss deshalb von Brüssel genehmigt werden. „Notifizierungsverfahren“ nennt man dieses Genehmigungsverfahren.

„Minister Vogelsänger hat uns im August letzten Jahres versprochen, dass er die Richtlinie nun zügig unterzeichnen will und sie dann auch umgehend zur Notifizierung eingereicht wird, um auch in den folgenden Jahren eintretende Schäden gegenüber den Teichwirten ausgleichen zu können“, sagt der Geschäftsführer des Landesfischereiverbands, Lars Dettmann.

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