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Politik

„Das Leag-Revierkonzept reicht nicht für Klimaziele“

Die Bundestagsabgeordnete der Grünen Annalena Baerbock im RUNDSCHAU-Redaktionsgespräch mit Chefredakteuer Oliver Haustein-Teßmer  (l.) und Reporter Christian Taubert. FOTO: Angelika Brinkop / LR

Cottbus. Grüne Annalena Baerbock spricht über Ausladung von der Barbarafeier, Kohleausstieg, Jamaika-Scheitern und neue Regierung.

Diese Ausladung ist nicht spurlos an Annalena Baerbock vorbeigegangen. „Das habe ich noch nicht erlebt, erst ein- und wenig später ausgeladen zu sein“, sagt die grüne Bundestagsabgeordnete, die im Anschluss an das Redaktionsgespräch bei der RUNDSCHAU ursprünglich zur Barbarafeier der Leag in die Cottbuser Stadthalle gehen wollte.

Doch die Positionen der Klimapolitikerin, die für die Grünen in den Jamaika-Sondierungen für einen schnellen Kohleausstieg gestritten hat, waren für die Leag-Verantwortlichen im Lausitzer Revier unverantwortlich. „Es wäre unseren Bergleuten nicht vermittelbar gewesen, mit Frau Baerbock zu feiern“, erklärt Leag-Pressesprecher Thoralf Schirmer. Während Baerbock mit dieser Reaktion „einen Gesprächspartner vom Dialog ausgeschlossen“ sieht, betont Schirmer, dass die Leag weiter gesprächsbereit sei, „wenn sachliche Argumente ohne ideologische Brille ausgetauscht werden“.

Aus Sicht der Grünen-Politikerin hätten sich die Jamaika-Sondierer in Sachen Klima- und Kohlepolitik in den Positionen stark genähert. In Deutschland gebe es ihren Angaben zufolge noch 150 Kraftwerksblöcke für Braun- und Steinkohle. „Damit haben wir 40 Prozent Kohlestrom im Energienetz“, sagt Baerbock und verweist darauf, dass die Sondierer sieben Gigawatt oder rund 15 Blöcke bis 2020 vom Netz nehmen wollten. „Es wäre um einen ersten Schritt gegangen, der die Versorgungssicherheit keineswegs gefährdet.“

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