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Ausbau der Verkehrsanbindungen gefordert

IHK befürchtet Verkehrschaos durch BER

Blick auf den Hauptstadtflughafen BER. Nach derzeitigen Plänen soll er 2020 in Betrieb gehen. Ergebnis einer aktuellen IHK-Studie: Werden die Verkehrsanbindungen an den BER jetzt nicht ausgebaut, droht ein Verkehrschaos. FOTO: dpa / Ralf Hirschberger

Potsdam. Experten fordern bessere Anbindung der Lausitz und schnellen Ausbau der A 13.

Einen zügigen Ausbau der A 13 zwischen dem Spreewald und dem Schönefelder Kreuz haben Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) Cottbus am Mittwoch gefordert. In der Brandenburger Landespressekonferenz stellten sie eine Studie zur Verkehrsentwicklung im Umfeld des geplanten Großflughafens BER vor. Das Ergebnis: Rund um den BER wird es schon in den nächsten Jahren auf Straßen und Schienen sehr eng.

Bis 2040 rechnet Experte Bertram Teschner von der Berliner „Spreeplan Verkehr“ mit einer Steigerung der Fluggastzahlen auf 55 Millionen pro Jahr. Im Raum Schönefeld werde zudem mit mehr als 67 000 neuen Einwohnern und 1100 Hektar neuen Gewerbeflächen gerechnet. 135 000 neue Arbeitsplätze könnten entstehen. Doch die, die künftig am BER arbeiten, müssen auch dorthin kommen. „Insgesamt ist ein Gesamtvolumen im Verkehr erreicht, das verstärkte Maßnahmen zur Verkehrsvermeidung oder Verlagerung auf andere Verkehrsträger verlangt“, sagte Teschner.

Dabei aber müsse auch an Pendler und Fluggäste aus der Lausitz gedacht werden, machte IHK-Hauptgeschäftsführer Marcus Tolle deutlich. „Angesichts der langen Planungs- und Realisierungszeiten von Verkehrsprojekten müssen jetzt Maßnahmen eingeleitet werden, damit die Verkehrssituation in Zukunft beherrschbar bleibt.“

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