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Debatte um Krankenhausschließungen

Die Klinik ist nicht mehr das Allheilmittel

Eine Studie weist einen umstrittenen Weg: Deutlich weniger Krankenhäuser in Deutschland könnten die Versorgung der Menschen verbessern.FOTO: dpa / Martin Schutt

Gütersloh/Cottbus/Dresden. Kliniken auf dem Lande ringen um Personal, Patienten und deren Ansprüche, die sich gewandelt haben. Die Debatte um Klinikschließungen wirft ein Schlaglicht auf ein wichtiges Zukunftsthema.

Kliniken schließen, die nicht rentabel arbeiten – diese Forderung ist unter Gesundheitsexperten nicht neu. Aber erst die Bertelsmann-Stiftung brachte das Thema jüngst an die große Öffentlichkeit: Deutschland habe zu viele Krankenhäuser. Die Hälfte der 1400 Kliniken würde reichen, um Patienten gut zu versorgen, sogar besser, behaupten die Experten der Denkfabrik in Gütersloh.

Weniger Kliniken, die dafür bessere Behandlung bieten, dieser Vorstoß sorgt für einen Aufschrei in den ländlichen Regionen (die RUNDSCHAU berichtete). Dort sind Krankenhäuser mehr als nur Zentren medizinischer Versorgung. Sie sind auch Orte von Gemeinschaft und regionaler Identität, auf die die Bürger nicht verzichten wollen.

In Brandenburg geht es um 57 Kliniken mit insgesamt 20 000 Betten – in Sachsen um 77 Häuser mit 43 000 Betten. Jedes einzelne Haus muss sich bei schrumpfender Bevölkerung wirtschaftlich tragen können.

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