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Pharmaskandal weitet sich aus: Durchsuchungen in Hessen

Potsdam. Der Pharmaskandal um die Brandenburger Firma Lunapharm geht weit über das Land hinaus. Jetzt verfolgen die Ermittler Spuren in Hessen – und ermitteln inzwischen gegen sieben Beschuldigte.

Im Pharmaskandal um die Firma Lunapharm hat die Staatsanwaltschaft Potsdam elf Wohn- und Geschäftsräume in Hessen durchsuchen lassen. Dabei seien Unterlagen und elektronische Daten sichergestellt worden, teilte ein Behördensprecher am Donnerstag mit und bestätigte damit Informationen des ARD-Magazins „Kontraste“ und des „Spiegels“. Die Zahl der Beschuldigten habe sich zudem von zwei auf sieben erhöht.

Das Unternehmen Lunapharm soll gestohlene Krebsmedikamente von einer griechischen Apotheke bezogen und in mehrere Bundesländer geliefert haben. In Brandenburg steht Gesundheitsministerin Diana Golze (Linke) unter Druck, weil die Medikamentenaufsicht trotz Hinweisen zunächst nicht durchgegriffen haben soll. Es ist weiter unklar, ob die teuren Medikamente womöglich wegen falscher Lagerung nicht mehr richtig wirkten. Allein in Berlin und Brandenburg sind mindestens 220 Patienten betroffen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sollen die neuen Beschuldigten im Alter von 29 bis 67 Jahre aktive oder ehemalige Geschäftspartner von Lunapharm sein. Ihnen wird wie bereits den bisherigen Beschuldigten gewerbsmäßigen Hehlerei und Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz vorgeworfen. Die Durchsuchungen erfolgten bereits am Mittwoch in Frankfurt/Main, Dreieich, Offenbach, Schlangenbad, Bad Homburg und Wiesbaden.

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