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Brandenburg

Minister muss die Forstreform auf Eis legen

Brandenburgs Forstreform ist vorerst abgeblasen. FOTO: dpa / Patrick Pleul

Potsdam. Brandenburgs Ressortchef Vogelsänger beugt sich dem Druck der Realität, der Verbände und des Koalitionspartners.

Das Land Brandenburg verzichtet auf seine umstrittene Forstreform. Wie Landwirtschaftsminister Jörg Vogelsänger (SPD) nach der Kabinettssitzung am Dienstagnachmittag mitteilte, soll die geplante Trennung der hoheitlichen Aufgaben des Landesbetriebs Forst – etwa dem Schutz vor Waldbränden – von dessen wirtschaftlichen Aufgaben – also etwa der Holzvermarktung – nicht mehr weiterverfolgt werden. Die Forstverwaltung bleibe in einer Hand.

Zudem soll es für die Forstverwaltung 127 weitere Stellen geben. Bislang arbeiten rund 1500 Menschen für die Brandenburger Forstverwaltung. Ursprünglich war geplant, die Zahl der Mitarbeiter dieser Behörde auf 1023 zu reduzieren – nun sollen es 1150 Förster und Waldarbeiter bleiben. Dabei sollen 36 Stellen zur Prävention von Waldbränden und 60 weitere Stellen für Waldarbeiter zur Bewirtschaftung des Landeswalds vorgesehen werden. Für die jährlich von 100 000 Kindern und Jugendlichen genutzten Waldschulen soll es künftig 35 Stellen geben. Bislang waren dafür lediglich vier Stellen vorgesehen.

Als Begründung für die Streichung der Reform nannte Vogelsänger vor allem die Waldbrände des Sommers. „Es ist bereits jetzt schon abzusehen, dass ein dringender Handlungsbedarf angesichts gegenwärtiger und künftiger Gefährdungen durch Waldbrände besteht“, sagte der Minister. „Deshalb soll unverzüglich die präventive Waldbrandbekämpfung auch personell gestärkt werden.“ Die geplante Reform war in der Vergangenheit indes auf heftigen Widerstand des Bundes deutscher Forstleute (BdF) gestoßen. Auch die Landnutzerverbände hatten scharf gegen die Pläne von Minister Vogelsänger protestiert.

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