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200 Menschen aus Gebäude geholt

Potsdamer Landgericht wegen Bombendrohung geräumt

Nach einer Bombendrohung stehen am Freitag Polizeifahrzeuge am Justizzentrum Potsdam. Das Potsdamer Justizzentrum ist am Freitagvormittag nach einer Bombendrohung geräumt worden. Die Polizei brachte nach eigenen Angaben zunächst 200 Menschen aus dem Gebäude in Sicherheit. FOTO: dpa / Julian Stähle

Potsdam/Magdeburg/Erfurt. Eine Serie von Bombendrohungen erreichte mehrere deutsche Landgerichte. Auch das Potsdamer Justizzentrum war betroffen und musste am Freitagmorgen evakuiert werden.

   Betroffen waren von Bombendrohungen am Freitag neben dem Landgericht in Potsdam auch die Landgerichte in Magdeburg, Erfurt, Saarbrücken, Wiesbaden, Hamburg und Kiel. In allen Fällen ist die Drohung nach Angaben der Polizei per E-Mail eingegangen.

Wie die Polizei in Magdeburg informiert, wurde in der Mail mit einem Anschlag auf bundesweiter Ebene gedroht. Der oder die Absender seien anonym, hieß es weiter. Der Unbekannte oder die Unbekannten hatten nach Polizeiangaben am Donnerstagabend kurz nach 21 Uhr in einer E-Mail an das Justizzentrum Potsdam damit gedroht, am Freitag einen Sprengsatz zu zünden. Etwa zeitgleich seien auch die Drohungen in den anderen Städten eingegangen. Die Schreiben seien ersten Erkenntnissen zufolge gleichlautend gewesen.

Die Bombendrohung an das Landgericht in Kiel war laut Angaben eines dortigen Polizeisprechers mit „nationalsozialistische Offensive“ unterzeichnet gewesen. Eine Einschätzung, wie real ein rechtsextremistischer Hintergrund sein könnte, sei dort bisher aber nicht möglich. Auch die Bombendrohung an das Gericht in Hamburg hatte einen gleichlautenden Absender.

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