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Interview mit Christian Hirte

„Ungleichheit wird es immer geben, Ungerechtigkeiten müssen wir verhindern“

Christian Hirte (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für die neuen Bundesländer und Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, spricht im Bundestag. FOTO: dpa / Monika Skolimowska

Berlin. 30 Jahre auseinander: Der Regierungsbeauftragte für die ostdeutschen Bundesländer erklärt, warum es immer Unterschiede zwischen West und Ost geben und dass es aber auch Dinge gibt, bei denen dringend Veränderung notwendig ist.

Herr Hirte, wie würden Sie denn 30 Jahre nach dem Mauerfall den Stand der deutschen Einheit beschreiben?

Das Glas ist weit mehr als halbvoll. Wir haben allen Anlass, mit Stolz auf das Erreichte zurückzublicken. Aber wir haben nach wie vor erhebliche strukturelle Unterschiede. Der Osten ist kleinteiliger und ländlicher. Und wir haben – weltweit – die Situation, dass diese Regionen es in manchen Bereichen schwerer haben. Aber: Die Probleme, die vor uns liegen, sind nicht mehr so ausgeprägt wie in den 30 Jahren zuvor. Wir kommen ab dem nächsten Jahr in die Situation, dass die Vereinigungsphase aus rechtlicher, förderpolitischer und organisatorischer Hinsicht praktisch abgeschlossen sein wird.

Wenn es um die strukturellen Unterschiede geht, sagen die einen, man muss noch daran arbeiten und die anderen, es handelt sich um normale Unterschiede, die es in jedem Land der Welt gibt. Was meinen Sie?

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