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Deutsche bewaffnen sich – Tendenz weiter steigend

Interesse an Kleinem Waffenschein nimmt zu

Immer mehr Menschen beantragen einen Kleinen Waffenschein. Hier liegt er zwischen einer Schreckschuss-Pistole „Walther P22“, einem Magazin und einer Knallpatrone. FOTO: dpa / Oliver Killig

Dresden/Potsdam. Immer mehr Bürger in Deutschland besitzen einen Kleinen Waffenschein. Im nationalen Waffenregister waren Ende des vergangenen Jahres 610 937 Scheine gemeldet, wie ein Sprecher des Bundesinnenministeriums dieser Tage sagte. Das sind rund 50 000 oder knapp zehn Prozent mehr als im Vorjahr.

Wer einen Kleinen Waffenschein besitzt, darf etwa Schreckschusspistolen oder Pfefferspray bei sich tragen. Bezeichnet werden diese Waffen auch als SRS-Waffen: Die Abkürzung „SRS“ steht für Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen.

Die Zunahme von Kleinen Waffenscheinen ist auch in Brandenburg und Sachsen zu verzeichnen. Wurden 2014 insgesamt 6491 Kleine Waffenscheine in Brandenburg genehmigt, waren es ein Jahr später 7036. Eine deutliche Steigerung war dann im Jahr 2016 mit 10 456 Kleinen Waffenscheinen zu verzeichnen. Dieser verstärkte Trend setzte sich dann in den Folgejahren fort: 2017 – 13 973 und 2018 –15 981. Ob es einen Zusammenhang mit den seit 2015 immer wieder auftretenden gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Beteiligung von Flüchtlingen gibt, ist nicht bekannt. Die Genehmigung „großer“ Waffenscheine für scharfe Schusswaffen blieb mit rund hundert Genehmigungen in den zurückliegenden beiden Jahren indes konstant.

Für den Freistaat Sachsen liegen Zahlen zum Kleinen Waffenschein für 2017 und 2018 vor. Ende März gab es 2017 insgesamt 15 484 registrierte Kleine Waffenscheine. Auf den Landkreis Görlitz entfielen dabei 1092 und den Landkreis Bautzen 1373. Per 31. Dezember 2017 stieg diese Zahl auf 17 211 (Landkreis Görlitz: 1182, Bautzen: 1483). Ende des dritten Quartals 2018 gab es in Sachsen 18 449 Kleine Waffenscheinen einen weiteren Anstieg in Sachsen. Auf den Landkreis Görlitz entfielen davon 1272 und Bautzen1605.

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