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Landtag Brandenburg

Tiere per Lkw bis nach Usbekistan

Langwierige Transport-Abfertigung, fehlende Unterbringungsmöglichkeiten und unlesbare Frachtpapiere – das sind nur einige der Probleme, vor denen die zuständigen Behörden in Brandenburg bei Tiertransporten stehen. FOTO: picture alliance / Sebastian Gol / Sebastian Gollnow

Potsdam. Tiertransporte sind Thema im Ausschuss für Europa und Verbraucherschutz im Potsdamer Landtag.

Es waren Bilder, die im heißen Sommer 2018 für Aufsehen sorgten: Lkw voller Schweine und Rinder. Schlachttiere, denen die Hitze ebensowenig bekam wie Menschen. Tiertransporte, die an Quälerei erinnern. Die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen hatte deswegen einen Antrag in den Potsdamer Landtag eingebracht, in dem sie speziell für Tiertransporte in Länder außerhalb der Europäischen Union schärfere Kontrollen forderte. Am Donnerstag fand dazu eine Anhörung im Ausschuss für Europa und Verbraucherschutz statt.

Und vor allem vom Landestierschutzbeauftragten Stefan Heidrich erhielten die Grünen deutliche Unterstützung. „Längere Schlachttransporte sind aus Tierschutzgründen abzulehnen“, sagte Heidrich im Ausschuss. Schlachttiertransporte sollten grundsätzlich auf eine maximale Transportzeit von acht Stunden begrenzt werden. Das Verbringen von Tieren aus Brandenburg in Drittländer sollte nur dann passieren, wenn in den Zielländern Zuchtprogramme, ein Herdenaufbau und eine Sicherung tierschutzgerechter Schlachtung stattfindet. Das Land sollte zudem die Zahl seiner Kontroll- und Versorgungsstellen für Tiertransporte erhöhen und die Ausstattung der Behörden mit Kontrollpersonal verstärken.

Derzeit befänden sich alle vier Kontrollstellen für Tiertransporte im Süden des Landes Brandenburg. In der Mitte und im Norden des Landes fehlten sie dagegen. Die langjährige Landestierärztin von Mecklenburg-Vorpommern, Maria Dayen, forderte eine stärkere Unterstützung der Amtstierärzte vor Ort. Tiertransporte sollten generell auf das unvermeidliche Maß beschränkt werden und notwendige Transporte so tierschutzkonform wie möglich durchgeführt werden.

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