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Die meisten wollen in Großstädte

Viel zu klein: Akademiker haben keine Lust auf die Lausitz

In Großstädten haben sie zumeist studiert, und dahin zieht es sie auch nach dem erfolgreichen Abschluss, die Absolventen von Unis und Hochschulen. FOTO: picture alliance/dpa / Julian Stratenschulte

Köln/Cottbus. Junge Leute mit Hochschulabschluss leben gern in Städten mit mindestens 500 000 Einwohnern. Alle andern Orte müssen sich anstrengen beim Rennen um den gebildeten Nachwuchs.

Leipzig kann sich vor Zuzüglern kaum retten. Viele von denen sind jung und lebensjungrig. Sie kommen, um zu studieren – und gehen nicht wieder weg. Diese Entwicklung hat Leipzig zur am schnellsten wachsenden Stadt Deutschlands gemacht. Mit bald 600 000 Einwohnern ist die Messemetropole bald wieder da angekommen, wo sie zu Hochzeiten mal war. Das war vor dem Krieg, damals lebten in der Stadt 800 000 Menschen.

Schön für Leipzig, aber weniger schön für andere. Denn Leipzig wächst auf Kosten anderer Regionen – wie der Lausitz. Was große Städte dazubekommen, geht hier verloren. Womit wir bei den eigentlichen Schuldigen dieser Entwicklung wären: den jungen Leuten, die unbedingt in jene Städte wollen, die als besonders cool gelten.

Menschen zwischen 25 und 30 Jahren bevorzugen Wohnorte mit mindestens 500 000 Einwohnern. Daraus ergibt sich ein schwerwiegendes Ungleichgewicht bei den Entwicklungschancen von Stadt und Land. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln hat diese Unterschiede untersucht. Besonders augenfällig sind die, wenn es um die Verteilung von Akadamikern im Land geht.

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