ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE

Das große Problem: Viele trauen sich in einer solche Situation nicht zu helfen. „Man kann nichts falsch machen“, sagt Lembcke. „Das Einzige, was wirklich falsch wäre, ist nichts zu tun.“ Trotzdem gibt es immer wieder Menschen, die lieber auf den Rettungsdienst warten, nicht helfen. „Wir erleben auch immer wieder, dass eine begleitete Telefon-Reanimation abgelehnt wird, oft auch in Fällen, in denen den Betroffenen so geholfen werden könnte und das möglich wäre“, sagt der ärztliche Leiter. Bei der Telefon-Reanimation leiten die Disponenten der Rettungsleitstelle einen Ersthelfer an, erklären, was und wie er es tun muss.

Wenn Passanten unsicher sind, können voll- oder halbautomatisierte Defibrillatoren eine Hilfe sein. Die kleinen technischen Geräte für die Reanimation sind in Einkaufszentren, Firmengebäuden oder in öffentlichen Einrichtungen zu finden. Vorausgesetzt, die betreffenden Institutionen haben sich aktiv dafür entschieden, ein solches Gerät aufzuhängen. Pflicht ist das nicht.

Die mobilen Defis haben einen Sprachassistenten, der erklärt, was gemacht werden muss. Damit eindeutig ist, wohin die Pads auf dem Brustkorb geklebt werden müssen, gibt es meist eine einfache Skizze. Das Gerät erstellt eigenständig ein Elektrokardiogramm, misst, was das Herz tut oder vielmehr, was es nicht tut und löst gegebenenfalls einen Elektroschock aus, um das Herz wieder zum Schlagen zu bringen, erklärt Lembcke. Bei halbautomatisierten Geräten muss dafür noch ein Knopf gedrückt werden.

top