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Interview mit  René Wilke

„Wir ziehen eine Grenze“

René Wilke warnt: Ich muss alles für den Schutz der Menschen in Frankfurt (Oder) tun, für Einheimische genauso wie für Geflüchtete. Meine Sorge ist, dass hier Schlimmeres passiert, wenn wir einige Personen gewähren lassen. FOTO: dpa / Patrick Pleul

Frankfurt (Oder). Frankfurts Oberbürgermeister verteidigt die geplante Abschiebung krimineller Ausländer.

Mit harter Hand gegen Gewalttäter – nach dem Angriff einer Gruppe von Flüchtlingen auf einen Club in Frankfurt (Oder) erklärt Oberbürgermeister René Wilke (Linke) im Interview seine Linie im Umgang mit Kriminellen.

Herr Wilke, Sie fordern die Ausweisung von gewalttätigen Asylbewerbern. Tatsächlich wird aber nach Syrien derzeit nicht abgeschoben. Fühlen Sie sich ohnmächtig?

Wilke Ja und Nein. Die Ausweisung ist das einzige Instrument, das uns als Verwaltung zur Verfügung steht. Das ist misslich, ich hätte gerne noch andere Möglichkeiten, kann aber zum Beispiel die Personen nicht für eine therapeutische Behandlung eventueller Traumata zwangseinweisen. Wichtig ist mir, das Verfahren zur Ausweisung jetzt zu starten und damit ein deutliches Signal zu senden und keine Zeit zu verlieren für eine Abschiebung, sobald Syrien wieder freigegeben ist.

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