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Cottbus

Wirtschaftsraum Lausitz ist nicht nur Kohle

Cottbus. Strukturwandel in der Region: Wie ist die Wirtschaft dort aufgestellt?

Lausitz? Da gibt es Braunkohle. Die Region und der fossile Energieträger haben eine lange gemeinsame Geschichte. Wegen der Klimaschutzziele wird die Bedeutung der Kohle in Deutschland aber immer geringer. Eine vom Bund eingesetzte Kommission soll bis zum Jahresende ein Enddatum für die Verstromung der Braunkohle nennen. Viele zerbrechen sich den Kopf, wie der Strukturwandel in der Lausitz gelingen kann. Einige Eckdaten zum Wirtschaftsraum.

Die Braunkohle und der Strukturbruch: Zu DDR-Zeiten wurde klar auf den fossilen Energieträger gesetzt. Zur Wendezeit im Jahr 1989 gab es im Lausitzer Revier fast 80 000 Beschäftigte, wie aus Daten des Vereins Statistik der Kohlenwirtschaft hervorgeht. Im mitteldeutschen Revier waren es demnach nochmal fast 60 000. Nach der Wende wurden in den Kohleregionen binnen kurzer Zeit zahlreiche Gruben dichtgemacht, die Masse der Jobs fiel weg. Innerhalb von zehn Jahren sank die Zahl der Beschäftigten allein im Lausitzer Braunkohlerevier auf unter 10 000. Einen solchen Strukturbruch gab es auch in anderen Branchen, zum Beispiel im Textilbereich. 

Die Unternehmen – viele kleine, wenige große: Die Lausitz ist nicht nur Braunkohle. Andere Schwerpunkte sind Metall, Chemie, Logistik, Landwirtschaft mit Ernährung sowie Tourismus, wie der Experte Stefan Zundel von der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) aufzählt. Teilweise gebe es noch Restbestände früherer DDR-Kombinate. Der Anteil des produzierenden Gewerbes liege im Vergleich zu anderen ländlichen Gebieten in Brandenburg in der Lausitz höher. Anders in Sachsen: Hier seien die Kreise Bautzen und Görlitz nicht stärker als die übrigen Randregionen Sachsens.

(dpa)
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