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Potsdam

„Aber die Kluft ist geblieben“

Potsdam. Bundesfamilienministerin Giffey will Bund-Länder-Vereinbarungen zur Kita-Qualität.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will mit den Bundesländern Vereinbarungen über eine bessere Qualität in den Kindertagesstätten abschließen. Nach einem Besuch in der Brandenburger SPD-Landtagsfraktion am Dienstag in Potsdam kündigte sie zudem eine Fachkräfteoffensive im Bereich Kitas an. „Es ist klar, dass es nicht die eine Lösung für Kita-Qualität in ganz Deutschland gibt, die die einzig richtige ist“, sagte Giffey.

Derzeit arbeitet die Bundesregierung an einem „Gute-Kita-Gesetz“. Es soll Anfang September ins Kabinett gehen und im Herbst im Bundestag und Bundesrat beraten werden und zum 1. Januar 2019 in Kraft treten. Insgesamt wolle der Bund 5,5 Milliarden Euro in die Verbesserung der Kita-Qualität investieren. Davon sollen zwischen 100 und 200 Millionen Euro nach Brandenburg fließen. Mit den 16 Ländern sollen 16 unterschiedliche, länderspezifische Vereinbarungen zur Qualitätsverbesserung in den Kitas getroffen werden, die teilweise bereits vorbereitet werden, sagte Giffey.

In Bezug auf das Land Brandenburg erklärte Giffey, beim Thema Betreuungsschlüssel sei in Brandenburg „in der Tat schon sehr viel unternommen“ worden. Brandenburg habe das beste Betreuungsverhältnis in Ostdeutschland. „Was für alle Bundesländer ein Schlüsselthema sein wird, ist die Frage der Fachkräfte.“ Alle Qualitätsverbesserungen könnten nur in Abhängigkeit von den verfügbaren Fachkräften erreicht werden. Auch bei Kita-Erziehern müsse es deswegen ähnlich wie im Pflegebereich eine Schulgeldbefreiung und die Einführung einer Ausbildungsvergütung geben. Parallel zum „Gute-Kita-Gesetz“ solle es zudem eine „Fachkräfteoffensive“ für Kita-Erzieher geben.

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