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Kontrollen auch in Cottbus

Bundesweite Kontrollen gegen Mindestlohn-Verstöße

Am Dienstag finden bundesweit Mindestlohn-Kontrollen in Hotels, Gaststätten und bei Logistern statt.FOTO: dpa / Mohssen Assanimoghaddam

Berlin/Cottbus . Bundesweit schwärmen am Dienstag und Mittwoch 6000 Mitarbeiter einer Sondereinheit des Zolls aus, um Verstöße gegen den Mindestlohn und illegale Beschäftigung aufzudecken. „Natürlich sind wir auch in der Stadt Cottbus unterwegs“, bestätigt das Hauptzollamt Frankfurt/Oder der RUNDSCHAU.

Branchen mit Mindestlohn, darunter Dienstleister wie Nagelstudios und Frisöre, Gastronomie, Handel, Spedition, Logistik und Bau sind im Visier. 60 Zöllner schwärmen im Gebiet des Hauptzollamtes Frankfurt/Oder aus – nicht viel für ein Areal von Südbrandenburg bis zur mecklenburg-vorpommerschen Grenze. Man könne nur stichprobenartig prüfen, so Hauptzollamtssprecherin Astrd Prinz. „Natürlich sind wir auch in der Stadt Cottbus.“ Solche Kontrollen seien aber auch keine neue Sache.

Neu aber ist das bundesweit gleichzeitige Agieren. Dass das Ausschwärmen von 6000 Zollfahndern bis Mittwoch ähnlich wie ein „Blitzermarathon“ vorab angekündigt wurde, hat einen simplen Grund: Man will zwar aufscheuchen und schwarze Schafe entdecken. Vor allem aber will man der Öffentlichkeit zeigen: hier gibt es ein Problem - deswegen soll viel mehr Geld investiert werden, um es in den Griff zu bekommen. Denn Mindestlohn-Verstöße und Schwarzarbeit gibt es zuhauf: Im vergangenen Jahr wurden nach Aufdeckung von Mindestlohnverstößen und Schwarzarbeit 96 Millionen Euro Geldbußen in Deutschland verhängt.

Bei der zweitägigen Aktion geht es laut Prinz nun erneut darum zu prüfen, ob alle Mitarbeiter angemeldet sind und tatsächlich Mindestlohn gezahlt werde. Deshalb würde kontrolliert, ob Pausen eingehalten werden, ob Mitarbeiter regelmäßig eher kommen und später gehen und dadurch Mindestlohn umgangen werde.Erste Ergebnisse der zweitägigen Aktion erwartet Astrid Prinz für Freitag.

(dpa/SvD)
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