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Tipps für den Daten-Nachlass

Mein digitaler Wille geschehe 

Handgeschrieben muss sie sein, die Vollmacht für den digitalen Nachlass - und kann etwa auf einen USB-Stick mit einem Passwortmanager verweisen.FOTO: dpa-tmn / Robert Günther

Berlin. Soziale Netzwerke, E-Mail-Konten, Onlinespeicher oder Streamingdienste: Wenn jemand stirbt, bleiben seine Accounts erst einmal bestehen. Angehörige haben dann oft ihre liebe Not, Zugriff zu bekommen – wenn sie überhaupt von den Konten wissen. Heute hat der Bundesgerichtshof über einen solchen Fall entschieden.

Seit dem Tod ihrer Tochter vor fünfeinhalb Jahren streiten die Eltern mit Facebook um Zugang zum gesperrten Nutzerkonto des Mädchens. Die 15-Jährige war Ende 2012 in Berlin vor eine U-Bahn gestürzt. Bis heute ist unklar, ob es ein Suizid war oder ein Unglück. Von den privaten Inhalten der Facebook-Seite erhoffen sich die Eltern neue Hinweise. Am heutigen Donnerstag hat der Karlsruher Bundesgerichtshof (BGH) in höchster Instanz sein Urteil gefällt: Die Erben müssen auch Zugang auf ein Facebook-Konto bekommen.

Mit dem eigenen Nachlass beschäftigen sich die meisten nur ungern. Doch das Auseinandersetzen mit dem eigenen Tod und den Folgen ist gerade beim digitalen Erbe alternativlos, wenn man seinen Angehörigen Probleme ersparen möchte. Denn ohne Kontoinformationen oder Zugangsdaten kann es für diese schwer bis unmöglich werden, Zugriff auf Internetdienste zu bekommen. Doch wie sorgt man digital richtig vor? Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) nennt die wichtigsten Tipps:

Papierform: Beim digitalen Erbe ist es zunächst wichtig, alle Internetkonten und Zugänge zu erfassen und für Angehörige zu hinterlegen. Das geht zum Beispiel ganz klassisch auf Papier - man schreibt einfach alle Konten mit Benutzernamen und Passwörtern auf, verwahrt die Liste in einem Umschlag an einem sicheren Ort und aktualisiert sie regelmäßig.

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