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Verspült wird Eisenhydroxidschlamm durch die LMBV derzeit an zwei Stellen in der Lausitz. Für die Wasserbehandlungsanlage Rainitza bei Senftenberg ist die Einspülung von EHS in den Sedlitzer See bis zum Jahr 2026 genehmigt. "Das hat keine Auswirkungen auf die See-Qualität", versichert Dirk Sonnen. Die Einleitung erfolge - bezogen auf den Endwasserstand - in einen Tiefenbereich von unter zehn Metern. Im oberen Bereich habe die Einleitung keinen Einfluss auf die Tier- und Pflanzenwelt. Zudem fließt EHS aus der Grubenwasserreinigungsanlage Pößnitz in den Wildschweinteich bei Schipkau.

Die Sanierer haben noch andere Bergbaufolgeseen für die Verspülung von EHS im Visier. Nach den Protest-Erfahrungen aus Altdöbern sind sie aber vorsichtig geworden mit verfrühten Aussagen. Eine Bürgerinitiative hatte dort im vergangenen Sommer nach langem Widerstand den Plan der LMBV gestoppt, das tiefe Bergbaufolgegewässer als Ockerschlamm-Lagerstätte zu nutzen. Es gebe aber andere Tagebauseen, an denen keine touristische Nutzung geplant sei, sagt Dirk Sonnen: "Nur wenn die notwendige Schutzgutbewertung mit einem klaren Votum zur Eignung eines Gewässers abgeschlossen ist und alle zu erwartenden Fragen der Bürger beantwortet werden können, werden wir konkrete weitere Schritte in diese Richtung gehen." Selbiges gelte für die Suche nach Deponien an Land. "Verschiedene Standorte wurden geprüft. Ab Sommer könnten Untersuchungen dazu starten", sagt Sonnen.

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