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Gold-Gerüchte: Die Suche nach dem angeblichen Nazi-Zug

ARCHIV - Ein Museumsschacht der ehemaligen Julia/Thorez Zeche (heute Old Mine) im polnischen Waldenburg (Walbrzych), aufgenommen am 03.09.2015. Schatzsucher glauben, dass in einem Tunnel in der Gegend am Gleiskilometer 65 ein deutscher Panzerzug aus dem Zweiten Weltkrieg verborgen sein soll.FOTO: Arno Burgi (dpa-Zentralbild)

Warschau. Um die spektakuläre Suche nach dem angeblichen Nazi-Goldzug in Polen ist es still geworden. Nach anfänglich großem Wirbel waren die Grabungen der Hobbyschatzsucher Piotr Koper und Andreas Richter im niederschlesischen Waldenburg (Walbrzych) dann doch vergebens.

Sie hatten einen sagenumwobenen Panzerzug aus dem Zweiten Weltkrieg ans Tageslicht holen wollen. Experten hatten bereits im Voraus prophezeit: Der angeblich versteckte Nazischatz bleibt eine Legende - nicht aber für die Amateure.

Für sie ist das Thema Goldzug noch nicht gestorben. „Ich habe nicht den geringsten Zweifel, dass sich dort etwas befindet“, sagt Koper im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Auf Bodenradarbildern wollen der Pole und sein deutscher Kollege Richter einen unterirdischen Tunnel gesehen haben. „Darin war deutlich etwas zu erkennen“, heizt Koper die Spekulationen wieder an. Er bleibt dabei, es könne nur der Zug gewesen sein, der vor der heranrückenden Sowjetarmee versteckt wurde. Er überlegt, wie die Suche weitergehen soll. „Wir müssen tiefer graben“, sagt Koper.

Sechs Meter tief schaufelte sein Team bereits, nun solle es sogar bis zu 20 Meter in die Erde gehen, kündigt er an. Die Bilder hätten die Lage nicht genau angezeigt, begründet er die Schlappe vom August. Solche Ungenauigkeit solle es nicht noch einmal geben. Mit bis zu drei verschiedenen geophysikalischen Methoden würden sie die Lage des vermeintlichen Fundes ausmessen, sagt er. Das ist teuer - und dauert. „Die Kosten könnten sich nochmals auf rund 20 000 Euro belaufen“, schätzt Koper. Dafür suchen er und Richter Sponsoren. Erst dann könnten sie weitermachen. Eine ähnlich hohe Summe haben die beiden bereits für die erfolglosen Grabungsarbeiten aus eigener Tasche ausgegeben.

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