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Genau: „Wir werden das Gegenteil beweisen“, hatte Monique Möbus-Zweig, Geschäftsführerin des veranstaltenden Studentenwerks Frankfurt (Oder) zur Festival-Eröffnung postuliert. Die Teilnehmer sind so jung wie selten, und die Zahl der Bewerber war überraschend groß gewesen, sodass mit 36 Gruppen und Solisten (2018 waren es 26) eine Rekordzahl an Mitwirkenden zu Buche steht.

Zu denen gehört auch die 2018 gegründete Klavierkabarett-Formation Bermuda Zweieck (Erfurt/Weimar), bestehend aus Daniel Gracz und Fabian Hagedorn. Die Gruppe ist einer der zwölf Festival-Neulinge, jedenfalls zur Hälfte: Hagedorn ist mit dem Duo Klavierreim schon in Cottbus gewesen. Das erste Programm von Bermuda Zweieck erlebt im Februar seine Premiere, am Donnerstag gab’s im Staatstheater Kostproben vom „Stoischen Pit“ über „Zwielichtige Zweizeiler“ zur sehr belachten „Leidenschaft mit 80“.

Da war auch die Zweieck-Zeile „Mein Rassismus ist nicht böse gemeint“ zu hören, an die der Berliner Liedermacher und Musikkabarettist Lennart Schilgen anknüpfte: „Ich hab’ ja nichts getan, es geschieht von ganz allein ... Ich will keinem etwas Böses, ich lass’ es nur geschehn.“ Der „Engelszungenbrecher“ Schilgen, kein Unbekannter beim Festival, ist mit seinen hintergründigen, teils schwarzhumorigen Liedern in Cottbus immer gern gesehen.

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