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Sir Paul auf Reisen

„Egypt Station“: Paul McCartneys starkes Spätwerk

Hautnah: Paul McCartney spielt vor knapp 300 Fans im Cavern Club. Foto: Sonny McCartney/MPLFOTO: -

Berlin. Es ist diese so typische, vertraute Mischung aus Gefühligkeit, guter Laune und Experimentierfreude, die auch das neue Album von Paul McCartney prägt.

Zwangsläufig klingt es fast schon etwas zu routiniert, wenn der größte Melodienerfinder der Pop-Historie seinem riesigen Repertoire mal eben 16 weitere Melodien hinzufügt. Doch das ist auch bereits das Negativste, was man über „Egypt Station“, McCartneys Solo-Studioalbum Nummer 18 nach den Beatles, sagen kann.

Los geht's, der Albumtitel lässt es erahnen, in einem Bahnhof. Dort setzt sich, begleitet von leicht kitschigem Chorgesang, ein Zug in Bewegung, der im Verlauf von 14 Songs und zwei kurzen Instrumentals viele Stationen von McCartneys persönlicher Geschichte als Komponist zahlloser Klassiker ansteuert.

Komplexe Lieder im Stil von „Sgt. Pepper's Lonely Hearts Club Band“ sind darunter, aufgekratzte Rocker und melancholische Balladen wie einst bei der Beatles-Nachfolgeband Wings, purer Pop (auch sehr Leichtgewichtiges wie „Fuh You“), sogar Ungewohntes wie ein Funk- und ein Samba-Stück. „Egypt Station“ dürfte damit eines von McCartneys abwechslungsreichsten Studioalben sein.

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