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Die Zeichnung ist schwarz-weiß, so wie viele Werke Feuchtenbergers, die besonders gern mit Kohle arbeitet. Anders als bei Barber, dessen Bilder mitunter fast zuzuwachsen scheinen, so wimmelt es auf ihnen von Zitaten, Symbolen und Motiven, konzentriert sich ihr Blick dabei meist auf nur einen konkreten Inhalt. Eine Reverenz an Wilhelm Busch findet sich da zum Beispiel, Max und Moritz im Teig eingebacken, und eine Serie zu Heinrich von Kleists Novelle „Die Marquise von O“. In Farbe wiederum präsentieren sich ihre Zeichnungen zu Brigitte Reimann. „Anke Feuchtenberger arbeitet viel mit Aspekten des Frauseins“, sagt Kremeier. „Zum Teil auch mit einem sehr schwarzen Humor.“

Blexbolex, der Dritte im Bunde, ist auf seinem Gebiet ein „internationaler Superstar“, wie die Museumschefin hervorhebt. Von ihm ist unter anderem ein Künstlerbuch zum Thema Träume und Albträume zu sehen, von dem nur 24 Exemplare erschienen sind. Seiten aus einem weiteren Künstlerbuch, an dem er gerade arbeitet, zeigten deutlich, wie er zwischen „Hochkultur und Supertrash oszilliert“, schwärmt Kremeier und weist auf Bilder wie aus einem Splattercomic neben fast expressionistischen Motiven.

Dem Naserümpfen über solche Kunst, der Geringschätzung von Comics etwas entgegenzusetzen – auch das ist ein Ansatz dieser Ausstellung. „Die Trennung zwischen High and Low ist nirgends so streng wie in Deutschland“, sagt Kremeier, die selbst lange Zeit in Frankreich gelebt und gearbeitet hat. Dabei sei die Kunst der Graphic Novels oftmals gar nicht so weit von der klassischen Malerei entfernt.

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