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Premiere

Wildes Familienleben – kraftvoll und pointiert

Bei Famiilie Hase wird es eng. Szene mit Tom Bartels, Nicole Haase, Erik Brünner und Robert Eder (v.l.) FOTO: Steffen Rasche; / Steffen Rasche

Cottbus. „Hase Hase“ wird an der Neuen Bühne Senftenberg von Johanna Schall als ein Unterhaltungsstück mit leichtem Tiefgang inszeniert.

Eng ist es bei Familie Hase. Eigentlich hätten Mutter und Vater Hase ihr Alltagsleben genießen können, denn drei der fünf Kinder sind aus dem Haus. Doch dann kommen sie alle wieder ins Familienheim zurück: auf der Flucht vor oder nach der Hochzeit, ob vor der Polizei oder, wie die Nachbarin, aus Einsamkeit.

Jeder von ihnen hat Probleme, doch Mutter Hase nimmt sie alle auf. So stapeln sich fast die Leih-Matratzen der Nachbarin Madame Duperri in der schäbigen, engen Einzimmerwohnung, die Bühnenbildnerin Ulrike Reinhard auf die Bühne gebaut hat.

Die Nachbarin bringt nicht nur ihre Matratzen, sondern quartiert sich gleich selbst mit ein. Sybille Böversen spielt diese Madame sehr schön als eine Frau zwischen verdruckster Einsamkeit und energischen Wünschen, die, wenn sie später beim Kampf mit der Polizei ihren Einsatz versaut, eine wunderbare Albernheit entwickelt.

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