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Umfangreiches Konzertprogramm

Dann noch mit Geißbock und Dudelsack

Die Neue Lausitzer Philharmonie eröffnete am Sonntag mit Haydns „Wunder“-Sinfonie die 54. Hoyerswerdaer Musikfesttage. FOTO: Rainer Könen

In Hoyerswerda sind die 54. Musikfesttage eröffnet. Ein Oscar-Preisträger ist auch unter den Teilnehmern.

Zu seinen Lebzeiten hatte sich der große Komponist Joseph Haydn ausgeklinkt. Waren ihm die Erwartungshaltungen von Publikum, Gönnern, Interpreten egal geworden. Schrieb er Musik, die abstrakt, hermetisch, seltsam, befremdlich, spekulativ und ja – mitunter abweisend wirkte.

Sein Brotherr, der ungarische Fürst Nikolaus, bot ihm in den 1760er-Jahren in der Sommerresistenz Esterhazy ein wunderbares Laboratorium. So wurde Hadyn zu einem Avantgardisten, zu einem Experimentator.

Vermutlich war das mit ein Grund, warum die Neue Lausitzer Philharmonie am Sonntag beim Eröffnungskonzert der 54. Hoyerswerdaer Musikfesttage auch Hadyns Sinfonie Nr. 96 D-Dur „Das Wunder“ spielte. Um darauf hinzuweisen, worauf sich das Publikum in den folgenden Wochen einstellen darf. Auf musikalische Experimente, auf ungewöhnliche Künstler, die die Grenzen des musikalischen Geschmacks ausreizen, auf Instrumente, die man nur selten hört.

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