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Krimi-Kolumne

Vorsicht, Déjà-vu!

Daniel SchauffFOTO: LR / Sebastian Schubert

Moment – das hatten wir doch schon mal. Hatte nicht Wotan Wilke Möhring vor nicht allzu langer Zeit im AfD-Verschnitt-Milieu ermittelt? Und waren die Franken nicht erst kürzlich bei ultrarechten Bauern unterwegs?

Die Rostocker schmeißen einfach beides zusammen und fertig ist der neue Polizeiruf 110.

Wirklich schlecht war er nicht, das muss man den Nordostlern lassen. Interessant, dieses „Ich weiß genau, was Sie wählen“-Geplänkel zwischen Bukow und König. Und die Kollegen auf der Wache stimmen mit ein, bis sie alle merken, wie gefährlich der braune Sumpf doch sein kann. Gut – da war sie wieder, die Moralkeule. Kann man schwingen, muss man aber nicht.

Einen ziemlich guten Job hat Atheer Adel gemacht als syrischer Berater der ultrakonservativen Parteiobermeckerin. Mannometer, die Haare müsste man haben. Trotzdem: So richtig wollte es nicht passen – ein Flüchtling, der quasi sein ganzes Leben einer Partei widmet, die ihn am liebsten zurück in den Krieg schicken würde. Aber was soll’s – ist halt Film. Und der war zumindest über lange Strecken hinweg einigermaßen unterhaltsam. Dafür sorgen Hübner und Sarnau ja meistens. Keine Offenbarung, aber auch keine Zeitverschwendung, dieser Krimi.

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