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Kommentar

Einen kühlen Kopf bewahren

Stephan Meyer FOTO: LR / Peggy Kompalla

Lausitz. Wenn eine Schlägerei oder eine sexuelle Belästigung in einem Freibad geschieht und der Vorfall von der RUNDSCHAU vermeldet wird, gibt es Leser, die sich in den Facebook-Kommentarspalten oft gern über die Nationalität der Beteiligten auslassen.

So etwas habe es „früher“ nicht gegeben, heißt es dann. Oder „Merkels Goldstücke“ seien Schuld.

Das ist nicht nur rassistisch, sondern auch falsch. Konflikte in Lausitzer Schwimmbädern gibt es nicht erst seit dem Zuzug von Flüchtlingen. Die hat es früher auch schon gegeben und sie gehen nach wie vor auch von Einheimischen aus.

Einen Anstieg gewalttätiger Auseinandersetzungen hat es in der Region in den vergangenen zehn Jahren nicht gegeben, so die Einschätzung von Lausitzer Bäderbetreibern. Und auch die Polizei sagt, es gibt keinen signifikanten Anstieg. Wichtig ist und bleibt es, im Freibad wie auch in sozialen Netzwerken einen kühlen Kopf zu bewahren und den respektvollen Umgang miteinander nicht zu vergessen.
stephan.meyer@lr-online.de

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