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Kommentar

Der große Wurf bleibt aus

Daniel FriedrichFOTO: LR / Sebastian Schubert

Die Zeit der Abbestellungen ist vorbei, das versichert Brandenburgs Verkehrsministerin Schneider (SPD) mit ihrem neuen Nahverkehrsplan. Was großzügig klingt, ist jedoch lediglich die einzig vernünftige Reaktion auf die seit Jahren wachsenden Fahrgastzahlen.

Mit dem nächsten Fahrplanwechsel werden erst einmal kleinere Problemstellen angegangen: Das Elbe-Elster-Land wird besser an Cottbus angeschlossen. Eine Regionalbahn löst – zunächst vorbehaltlich einjähriger Probezeit – den Ersatzbus zwischen Kolkwitz, Kunersdorf und Raddusch ab. Doch ein großer Wurf, wie ein dichterer Takt zwischen Cottbus und Berlin, eine Anbindung an den Schönefelder Flughafen oder bessere Fernverkehrsanschlüsse in Leipzig, bleibt aus. Überhaupt: Viele der langfristigen Ziele lassen sich mit jetziger Infrastruktur gar nicht umsetzen. So werden die täglich 300 000 Pendler zwischen Berlin und Brandenburg auch weiterhin eng zusammenrücken müssen.
daniel.friedrich@lr-online.de

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