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Glosse

Achtung, Suchtgefahr!

Günther Marx FOTO: MOZ

Früher war nicht alles besser, aber manches eben doch einfacher und klarer. Wer etwa durch die Tür nach draußen ging, war erstmal weg. Nicht erreichbar, bis der Arbeitsplatz eingenommen oder der Urlaubsort erreicht war. 

Mit der Erfindung des Handys hat sich das grundlegend gewandelt. Nicht nur ist der Handy-Nutzer permanent erreichbar; umgekehrt kann er von fast jedem Ort der Erde mit jedem anderen Ort in Verbindung treten. Und davon wird bis zum Exzess Gebrauch gemacht. Es wird schon über Auswirkungen auf die menschliche Evolution spekuliert..

Um dauerhafte Schäden abzuwenden, gibt es jetzt Apps, die helfen sollen, die suchthafte Handy-Nutzung einzuschränken. Sie zeigen statistisch aufgeschlüsselt, wie oft wir online sind, mit wem und mit welcher Beschäftigung. Filter setzen Zeitlimits, wischen die Farbe aus dem Display und belohnen den reduzierten Umgang mit dem Medium, in dem sie virtuell kleine grüne Bäume wachsen lassen. Bei langer Medien-Abstinenz wachsen die Bäume gar zu Wäldern. Allerdings: Um nachzuschauen, wie gut man ist, kann man das Handy gar nicht mehr aus der Hand legen.

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