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Kolumne Post aus Potsdam

Von Bärten und Männern . . .

Benjamin LassiweFOTO: LR / Redaktion

Im Potsdamer Landtag gab es ein großes Hallo: Seit Ende der Sommerpause trägt der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Fraktion, Jan Redmann, einen Bart. Keinen an den Seiten hochgezwirbelten Kaiser-Wilhelm-Bart, wie es sich für einen für die Fontane-Stadt Neuruppin zuständigen Abgeordneten durchaus gehören würde, keinen gepflegten Vollbart – nein, ein einfacher Schnauzbart ziert seitdem die Oberlippe des Abgeordneten.

Und die Meinungen darüber sind im Parlament durchaus gespalten. Bartlose Zeitgenossen sprechen respektlos von einem „Pornobalken“. Und auch die Nutzer von Redmanns Facebook-Profil sprachen sich mehrheitlich gegen die Zierde im Gesicht des Abgeordneten aus. Doch wer selbst mit einem Vollbart unterwegs ist, wird wohl eher an einen „kleinen Schritt in die richtige Richtung“ denken, gilt doch eine gepflegte Gesichtsbehaarung vielen Kulturen der Welt als Zeichen der Würde und Weisheit. Die Stadt Potsdam bildet da keine Ausnahme, auch wenn Spötter immer wieder behaupten, dass der ein oder andere Bartträger in Wirklichkeit ja nur der Ansicht sei, dass eine morgendliche Komplettrasur in die Rubrik verschwendete Lebenszeit gehört . . .

Aber mit den Spöttern sollte Mann sich ohnehin niemals gemein machen. Deswegen freut es den Bärtigen, dass nun auch der neue und alte Leiter der Berliner Vertretung des Landes Brandenburg, Staatssekretär Thomas Kralinski, auf den Bart gekommen ist: Zum Brandenburg-Tag in Wittenberge jedenfalls erschien er mit einem das Gesicht beherrschenden Vollbart – was nur den Schluss zulässt, dass es sich hier um eine heimliche Herausforderung handelt: Der Oppositionsabgeordnete Redmann jedenfalls hat vor der Übernahme der Regierungsverantwortung 2019 zumindest an dieser Stelle wohl noch einiges nachzuholen.

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