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Kommentar

Das bisschen Tagesmutter . . . 

Sybille von Danckelman FOTO: LR / Sebastian Schubert

Anerkennung ist ein wichtiger Antrieb für Leistung. Menschen laufen Marathon und stellen sich neuen Herausforderungen, um diese Form der Wertschätzung zu erhalten.

Da hat es Kindertagespflege schwer: Die Arbeit von Tagesmüttern wird irgendwo zwischen nicht anerkannter prestigearmer Laien- und Familienfrauenarbeit und professionelle familienbezogene Dienstleistung verortet. Zu diesem Ergebnis ist eine Doktorandin der Universität Bielefeld gekommen. Vor zehn Jahren. Geändert hat sich nicht viel. Nur der Anspruch auf Betreuung für jedes Kind ab einem Jahr.

Und trotzdem ist in der Lausitz die Anzahl der Tagesmütter rückläufig. Ältere Kollegen geben auf, junge fangen gar nicht erst an, ausgebildete Erzieher ziehen eine Festanstellung im gut ausgebauten Kita-Netz vor.

Wenn Politik und Verwaltung Tagesmütter als wertvolles Element der Kindertagespflege ansehen, müssen sie auch etwas dafür tun. Das fängt damit an, die Qualifizierung zur Tagesmutter aktiv zu bewerben und hört damit auf, Krankheitsfall und Alterssicherung auskömmlich abzusichern.

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