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Kommentar

Erfinder gegen Hacker

FOTO: MOZ

Als die staatliche US-Erfinderagentur Darpa das Internet ersann oder das GPS-System, konnte niemand ahnen, wie sehr diese eines Tages die Welt prägen würden. Heute wissen wir, wie intensiv die USA durch diese eigenen Entwicklungen Zugriff auf Daten haben, die sie für ihre eigene Sicherheit zu nutzen wissen.

Und wie groß ihr technologischer Vorsprung ist.

Es ist inzwischen eine allgemein anerkannte Tatsache, dass Deutschland und Europa ihre Sicherheit mehr und mehr in die eigenen Hände nehmen wollen. Die täglichen Hackerangriffe auf Computernetze deutscher Firmen oder Verwaltungen sind Warnsignal genug. Für deren Abwehr kann man sich nicht auf Dauer auf die Expertise aus den USA verlassen.

Daher ist es folgerichtig, dass die Bundesregierung eine eigene deutsche Cyberabwehr-Agentur aufbaut, die für den Sicherheitsbereich komplett neue Erfindungen, „Sprunginnovationen“ genannt, begleiten und finanzieren soll. Als Vorbild, das geben die beteiligten Ministerien unumwunden zu, gilt die amerikanische Darpa. Allerdings liegen zwischen beiden Agenturen noch Welten. Als Budget stellen Bundesinnen- und -verteidigungsministerium zunächst 40 Millionen Euro pro Jahr bereit. Die Darpa verfügt über rund das 70-fache.

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