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Leitartikel zu Syrien-Offensive der Türkei

EU muss Haltung zeigen

Eine „Quelle des Friedens“ nennt der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan den Einmarsch seiner Armee nach Syrien. Es gab bereits auf beiden Seiten Tote und Verletzte.

Tausende, manche sagen Zehntausende, Zivilisten sind auf der Flucht. Die Kurden fürchten ethnische „Säuberungen“, wenn die Türkei die Region erst einmal kontrolliert. Damit wird sich auch der Migrationsdruck auf Europa erhöhen.

Ein Geschenk ist die türkische Invasion für die IS-Terrormiliz. Sie wurde bisher von den Kurdenmilizen kleingehalten. Tausende IS-Terroristen, die sich in Gefängnissen der Kurdenmiliz befinden, könnten freikommen.

„Friede daheim, Friede in der Welt“, lautete ein Leitspruch des Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk. Der frühere Erdogan-Chefberater und Außenminister Ahmet Davutoglu knüpfte daran mit dem Postulat an, die Türkei wolle „null Probleme mit den Nachbarn“. Heute muss man sagen: Die Türkei hat nur Probleme mit den Nachbarn.

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