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Wahlkampf in Brandenburg

Volle Kraft Kurs Sandbank

Benjamin Lassiwe FOTO: LR / Redaktion

Das Schiff der SPD dampft mit voller Fahrt auf eine Sandbank zu. Der Kapitän hat Urlaub, und der erste Offizier hat sich im Kartenraum eingeschlossen und kriegt die Tür zur Kommandobrücke nicht mehr auf.

In etwa so wirkte der Versuch von Brandenburgs SPD-Generalsekretär Erik Stohn, einen Ausblick auf das Wahljahr 2019 zu geben. Ideen, Programme, Initiativen – Fehlanzeige. Wie die SPD im Herbst stärkste Partei werden will? Stohn weiß das vermutlich selber nicht. Damit allerdings passt der Generalsekretär zu einer Partei, die auf der Suche nach neuen Namen tief in die Geschichte greift und die Tochter der früheren Sozialministerin Regine Hildebrandt aufstellt. In der größten Not klammert sie sich an Hoffnung und Erinnerungen. Denn es ist ja wahr: 2004 hatte es die SPD schon einmal geschafft, einen eigentlich verlorenen Wahlkampf auf den letzten Metern noch zu drehen. Doch wenn die Parteispitze nicht einmal bereit ist, eigene Fehler als solche zu benennen und öffentlich einzugestehen, dann darf sie sich nicht wundern, wenn das Vertrauen der Bürger nach 28 Jahren SPD-Regierung schlicht und einfach aufgebraucht ist.

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