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Sicherheit auf Autobahnen

Abgelenkt in wenigen Sekunden

René Wappler FOTO: LR / Sebastian Schubert

Vier bis fünf Sekunden. Diese kurze Zeitspanne bleibt einem Autofahrer, wenn er unterwegs ein Hinweisschild lesen will. Alles, was darüber hinaus geht, gefährdet seine Sicherheit und die anderer Leute, weil er dann vom Straßenverkehr abgelenkt wird.

Das hat ein Forschungsprojekt vom Bundesamt für Straßenwesen ergeben. Seine Fachleute haben also guten Grund, darauf zu beharren, dass die Hinweisschilder an Autobahnen einsprachig bleiben. Auf ihr Argument bezieht sich auch die Bundesregierung. Zwar beruht die Idee, die Schilder auch mit sorbischer Sprache zu versehen, auf einem wohlmeinenden Ansatz. Doch sie wird der Realität nicht gerecht. Gerade in der Lausitz nimmt das durchschnittliche Alter der Einwohner zu. Damit wächst auch der Anteil von Senioren unter den Autofahrern. Ihre Sehkraft entspricht oft nicht mehr der von jüngeren Menschen. Das würde bei zweisprachigen Hinweisschildern zu einer noch größeren Ablenkungsgefahr führen, die selbst ein Tempolimit von 130 km/h nicht verhindern könnte.

rene.wappler@lr-online.de

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