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165 000 Krebserkrankungen dieses Jahr vermeidbar

Wenn die Menschen gesünder leben würden – eine Hochrechung

Allein schon mit dem Rauchen aufzuhören, würde die Krebsgefahr erheblich verringern. FOTO: dpa / Oliver Berg

Heidelberg . Forscher sind überzeugt, dass gesundes Leben hilft, dem Krebs ein Schnippchen zu schlagen. Sie haben hochgerechnet, wie viele Krebserkrankungen sich dadurch wahrscheinlich verhindern ließen – und das sind einige. Eine Hochrechnung:

Rauchen, Alkohol, fettes Essen oder dreckige Luft – darauf sind zehntausende Krebserkrankungen jährlich zurückzuführen. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) in Heidelberg sagen: Ohne solche Risikofaktoren würden allein in diesem Jahr bundesweit rund 165 000 Menschen weniger an Krebs erkranken. Ihre Hochrechnungen stellen sie im „Deutschen Ärzteblatt“ vor.

Die DKFZ-Fachleute um Hermann Brenner hatten sich mit ausgewählten Risikofaktoren für Krebs befasst. Eine Studie widmet sich Rauchen und Alkohol, die zweite Übergewicht, geringer körperlicher Aktivität und ungesunder Ernährung. In einer dritten Untersuchung geht es um den Einfluss von Infektionen und Umweltfaktoren wie Feinstaub.

Von 440 000 erwarteten Krebsneuerkrankungen in diesem Jahr bei 35- bis 84-Jährigen sind den DKFZ-Rechnungen zufolge geschätzt rund 165 000 (37,4 Prozent) den untersuchten Risikofaktoren zuzuschreiben. Von fünf Krebserkrankungen hätten sich also etwa zwei mit einem gesünderen Lebensstil verhindern lassen.

(dpa)
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